Sauberkeit

Kigali gilt als die sauberste Stadt auf dem afrikanischen Kontinent und wurde dafür auch von den Vereinten Nationen ausgezeichnet. Das Stadtbild ist geprägt von schön angelegten Grünflächen, blitzeblankgeputzten Gehwegen und Mülleimern an jeder Straßenecke. Wer Müll auf den Boden wirft, muss Strafe zahlen und es ist verpönt, die Rasenflächen oder Blumenbeete auf Verkehrsinseln zu betreten. Nicht nur auf den Straßen sind jederzeit städtische Reinigungskräfte unterwegs, sondern auch zuhause fegen und schrubben Ruander/-innen täglich Hof und Haus und man trifft äußerst selten auf Menschen, die keine frischgeputzten Schuhe tragen.

 

Aus Gründen des Umweltschutzes sind Plastiktüten seit 2006 im gesamten Land verboten – stattdessen gibt es Papiertüten oder Baumwolltaschen. Damit nimmt Ruanda nicht nur auf dem afrikanischen Kontinent, sondern auch international eine Vorreiterrolle ein.

 

Eine weitere Besonderheit ist der sogenannte Umuganda Day, der einmal im Monat stattfindet. An jedem letzten Samstag im Monat ist die ruandische Bevölkerung dazu aufgerufen, in wohltätiger Gemeinschaftsarbeit für Sauberkeit zu sorgen. Die Geschäfte sind vormittags geschlossen, gemeinsam werden Straßen ausgebessert, Wasserkanäle gereinigt oder neue Bäume gepflanzt. Umuganda bedeutet auf der Landessprache Kinyarwanda zusammen halten und sich gegenseitig helfen – neben der Stadtreinigung und dem Umweltschutz geht es auch um Konfliktbewältigung, Aussöhnung und den Zusammenhalt in der ruandischen Gesellschaft.