Im Umbau

Addis ist im Bauboom. Das Gesicht der Stadt verändert sich rasant, da nicht nur immer mehr neue Hochhäuser aus dem Boden sprießen, sondern auch das Verkehrssystem in weiten Teilen um- und ausgebaut wird. Nach Abschluss der Bauarbeiten an der Ring- und der zentralen Bole-Straße ist nun der Bau eines neuen S-Bahn-Netzes das aktuelle Großprojekt in Addis Abeba. Die Kosten dafür übernimmt zu 60 Prozent die chinesische Regierung, während die äthiopische Regierung die restlichen 40 Prozent trägt.

 

Viele Projekte der Infrastruktur werden zu großen Teilen von China finanziell unterstützt. Im Gegenzug dürfen Vorarbeiter und Architekten aus China den Bau planen und begleiten, weiter gibt es Steuervergünstigungen für chinesische Firmen und geringe Einfuhrsteuern für chinesische Produkte. Auch beim Bau von Hochhäusern sind chinesische Firmen präsent. Der geplante Chuan Hui International Tower soll mit 448 Metern das höchste Gebäude Afrikas werden.

 

Aber nicht nur in Addis wird gebaut. Die Regierung hat schon damit begonnen, in ihrer Bildungsoffensive 13 neue Universitäten im ganzen Land zu bauen. Wenn das Bevölkerungswachstum anhält, werden diese auch dringend nötig sein, da sich die Bevölkerung in den nächsten 25 Jahren verdoppeln könnte.