Pressemitteilung zur Ausstellungseröffnung

Ein unerwarteter Blick auf Afrika: Ausstellung „Sichtwechsel“ vom 14. bis 22. September 2014 in den Breidenbach Studios Heidelberg zu sehen

 

Afrikanische Großstadtbewohner und -bewohnerinnen geben mit ihren eigenen Fotografien Einblick in ihr urbanes Leben: Die Ausstellung „Sichtwechsel – Stadtbilder aus Afrika“ ist täglich von 17 bis 21 Uhr in den Breidenbach Studios (Hebelstraße 18, Heidelberg) zu sehen. Der Eintritt ist frei. Am 13. September wird die Ausstellung um 19 Uhr mit einer Vernissage eröffnet. Organisiert haben das Projekt ehemalige „weltwärts“-Freiwillige. Sie wollen Klischees hinterfragen, die das Afrika-Bild in der öffentlichen Wahrnehmung prägen. Zuspruch erhalten sie unter anderem vom früheren Bundespräsidenten Horst Köhler.

 

Afrika – dieser Kontinent steht für viele vor allem für Kriege und Krankheiten. Dass die Wirtschaft in afrikanischen Ländern boomt und beeindruckende Großstädte entstehen, ist dagegen nur wenigen bekannt. Eine Gruppe ehemaliger „weltwärts“-Freiwilliger will mit einer Ausstellung dazu beitragen, dieses von Vorurteilen geprägte Bild zu hinterfragen. Sie präsentieren deshalb bei „Sichtwechsel – Stadtbilder aus Afrika“ Fotografien, die ihnen die Bewohner und Bewohnerinnen der Metropolen Addis Abeba (Äthiopien), Lagos (Nigeria) und Kigali (Ruanda) zugeschickt haben. Die Bilder zeigen das Leben in pulsierenden Großstädten aus dem Blickwinkel der Bevölkerung.

 

„Als ich von meinem einjährigen Freiwilligendienst in Kamerun zurückkehrte, war ich schockiert, wie viele Leute davon ausgingen, ich hätte in einer Lehmhütte gewohnt“, erklärt die Koordinatorin des Projekts, Leslie Peters, ihre Motivation. Die ehemaligen Freiwilligen überlegten deshalb, wie sie das Bild des afrikanischen Kontinents hinterfragen können. Wichtig war ihnen dabei, dass nicht sie als Außenstehende Fotos aussuchen und sagen: So ist Afrika. Stattdessen sollten die Bewohnerinnen und Bewohner der Städte selbst zeigen, was ihr urbanes Leben ausmacht. Die ehemaligen Freiwilligen schickten einen Aufruf zur Teilnahme in die Großstädte und baten Institutionen wie lokale Zeitungen oder die Stadtverwaltung, ihre Ausschreibung öffentlich zu machen.

 

Mit welchem Medium sich die Großstadt-Atmosphäre am besten einfangen lässt, sollten die Teilnehmenden selbst entscheiden. 257 Einsendungen gingen ein, fast alles Fotografien, aber auch Gedichte und eine Kurzgeschichte. Die ehemaligen Freiwilligen haben mit Unterstützung der Leiterin des „Jungen Museums Speyer“, Catherine Biasini, aus diesen Einsendungen eine Ausstellung zusammengestellt. Finanziert wird das Projekt von „Engagement Global – Service für Entwicklungsinitiativen“ im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie dem Fonds Soziokultur.

 

Horst Köhler, früherer Bundespräsident, lobt das Konzept: „Die Ausstellung ‚Sichtwechsel‘ will uns einen neuen, frischen Blick auf Afrika ermöglichen. Sie kann beitragen, die Bilder in unserem Kopf langsam zu verändern“, schreibt er in einem Editorial.

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